Sagenhaftes Weserbergland

Weserbergland.COM

Sagenhaftes Weserbergland

Anzeigen







Ferienhaus Meyer Weserbergland


-Anzeige-
Stadtoldendorf

Historischer Rundgang

ImageSiebzehn verschiedene Zeugnisse der Stadtgeschichte können mit Hilfe eines Faltblattes bei einem "Historischen Rundgang" durch die Stadt unter der Homburg erkundet werden. Einige Beispiele sind:

Das Alte Rathaus, im Jahr 1875 erbaut hat in seiner über hundertjährigen Geschichte für viele Nutzungen herhalten müssen. So z.B. als Feuerwehrspritzenhaus, als Amtsstube der Stadtverwaltung, als Jugendherberge, als Flüchtlingsunterkunft, als Polizeistation und Heimatmuseum. Nach erfolgtem Umbau dient das Gebäude seit 1987 als Stätte der kulturellen Begegnung. Im Raabehaus wohnte von 1841 bis1845 der Justizamtmann Gustav Raabe mit seiner Familie. Sein berühmter Sohn Wilhelm (1831-1910) fühlte zeitlebens eine starke emotionale Bindung an das Weserbergland, die in seinen dichterischen Werken zum Ausdruck kommt. In seiner letzten, unvollendeten Erzählung "Altershausen" spiegeln sich die Erinnerungen an seine Stadtoldendorfer Jugend wider. Der Camphof als älteste Hofstelle der Stadt; von 1418-1980 im Besitz der Familie von Campe; ältester Teil des Herrenhauses von 1561, weitere Anbauten von 1664 und 1669, 1981-1984 restauriert.

 

Der Försterbergturm

Auf der höchsten Erhebung im Gebiet der Altstadt steht seit über 700 Jahren der Försterbergturm. Er diente hauptsächlich als Wartturm der Stadtbefestigungsanlage und sicherte im Verteidigungsfall den am meisten gefährdeten nordöstlichen Abschnitt der Stadtmauer. Der Zugang zum Turm lag ursprünglich an der Nordwestseite und war nur über eine Leiter erreichbar. Der Zahn der Zeit hat im Verlauf der Jahrhunderte seine Spuren hinterlassen, der Turm war daher nur noch in Höhe von drei Stockwerken erhalten. Im Jahr 1936 wurde das Mauerwerk des Försterbergturmes ausgebessert und erhöht. Außerdem erhielt er einen nach dem Vorbild der alten Tortürme gestalteten Fachwerkaufsatz. Seit über 50 Jahren ist der "neue" Försterbergturm das Wahrzeichen und das am meisten abgebildete Bauwerk Stadtoldendorfs.

 

Die Burgruine der Homburg

Die Homburg, vom letzten Northeimer Grafen Siegfried IV an der Stelle des einstigen "Castellum wikanafeldisten" erbaut, diente von 1183-1409 den Edelherren von Homburg als Residenz. Von hier aus herrschten sie über ein Territorium, daß sich von Greene und Lüthorst über den Hils und den Ith bis Lauenstein und Frenke erstreckte. Stadtoldendorf, Bodenwerder und Wallensen verdanken Ihnen die Stadtrechte. Mit dem Aussterben der Homburger im Jahre 1409 ging die Burg in den Besitz des Welfenhauses über. Bis 1535 war sie noch Sitz der Wickenser Amtsmänner, die in Vertretung der Landesherren die Verwaltungsgeschäfte führten. Militärisch bedeutungslos und zu Wohn- oder Verwaltungszwecken aufgrund ihrer schwer zugänglichen Lage ungeeignet, ließ man Mauern, Türme und Gebäude verfallen. Als "Steinbruch" lieferte sie das Material für den Ausbau des neuen Amtssitzes für den Amtmann in Wickensen.

Die Überreste der Burg auf dem 403 m hohen, nahe bei Stadtoldendorf gelegenen Bergkegel lassen auch heute noch gut die ca. 102 m lange und ca. 30 m breite Anlage erkennen. Sowohl in der Vor- als auch in der Hauptburg, die durch eine starke Mauer voneinander getrennt waren, erhob sich ein Bergfried. Ein über 100 m tiefer Brunnen sicherte die Wasserversorgung der Burgbewohner.

Die 1936 instandgesetzte Ruine ist ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Turm der Hauptburg bietet sich dem Betrachter bei klarem Wetter ein eindrucksvolles Landschaftspanorama.

 

Stadtmuseum "Charlotte-Leitzen-Haus"

Was am 25. September 1936 in drei Rathausräumen begann, hat sich inzwischen zu einem großzügig wie liebevoll angelegtem Museumsprojekt entwickelt: Seit 1982 sind Fundstücke aus der Geschichte Stadtoldendorfs sowie Alltagsgegenstände der Bevölkerung der Homburgstadt im Charlotte-Leitzen-Haus in der Amtsstraße 8-10 ausgestellt. Wen die Alltagsgeschichte der Stadtoldendorfer Bevölkerung interessiert, kann sich in sorgfältig hergerichteten Museumsräumen um Jahrzehnte zurückversetzen, kann sich vorstellen, mit welchen Geräten die Bauern den Boden bestellten oder wie Hausschlachtungen stattfanden. In Küche und Wohnzimmern können sich die Besucher in den Alltag früherer Zeiten hineindenken. Die Zeit der Handwerksgilden, Bünde jener Handwerksmeister, werden durch Pokale, Laden und Siegel sowie durch die Fahnen der Gesellenvereine spannend dokumentiert. Hier wird Heimatgeschichte lebendig. Im Stadtmuseum findet der Besucher Steine und Fossilien, stumme Zeugen einer Jahrmillionen zurückliegenden Zeit. Versteinerte Tierknochen, z.B. vom wollhaarigen Nashorn, geben Einblick in die Tierwelt der geheimnisvollen Vorzeit.

 

Freilichtmuseum am Mühlenanger

Wer die alte Treppe - nur wenige Fußminuten vom Leitzen-Haus und vom Försterbergturm entfernt - von der Stadtmauer ins Rauchbachtal hinabsteigt, befindet sich inmitten alter Fachwerkgebäude. Der "Angerhof" besteht aus einem Wohnhaus - der über 500 Jahre alten, früheren Treppmühle - und drei um einen schmalen Hof gruppierten Scheunen. Erst vor etwa 150 Jahren wurden sie aus umliegenden Dörfern nach Stadtoldendorf umgesetzt. Bis dahin dienten sie zur Aufbewahrung des "Zehnten", der Pflichtabgabe der Sollingbauern an ihre Grundherren. Heute wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude-Ensemble museal genutzt. Die größte Scheune wurde zum Lokschuppen umfunktioniert. Eisenbahnfreunde haben am Mühlenanger entlang eine Schmalspur- Feldbahn aufgebaut: eine 350 Schienenmeter lange erfahrbare Erinnerung an die zahlreichen Steinbruchbahnen in Stadtoldendorf und Umgebung. Eine andere Scheune dient als Ausstellungsraum für die umfangreiche Sammlung landwirtschaftlicherr Großgeräte. Auch einige alte Ackerschlepper gehören zum Bestand. Nach dem Umbau dient die dritte Scheune als Veranstaltungsraum mit Geschichtsflair.In dem über hundert Jahre alten Pförtnerhäuschen der Weberei Kübler schließlich zeigen Fotos und Dioramen (dreidimensionale Schaubilder) plastisch, wie die Arbeit in den Steinbrüchen Stadtoldendorf vor sich ging. Die Einrichtungen des Freilichtmuseums können nach Vereinbarung besichtigt werden. Außerdem finden Tage der offenen Tür statt.

 

Tourist Information
Kirchstraße 4
37627 Stadtoldendorf
Tel.: 05532 / 9005-0
Fax. 05532 / 900510
Internet: www.stadtoldendorf.de