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Vor dem 8. Jh. gab es auf einer Erhöhung
am Weserufer eine Siedlung mit dem Namen Hamala.
Missionsmönche
aus Fulda gründeten hier ein Benedektiner-Kloster. In den 50er und
70er Jahren unserer Zeit wurden unter der Münsterkirche Reste der
Klostergebäude aus dem 8. Jh. gefunden. Im Stadtmuseum sind Teile
der Funde zu betrachten.
Die fränkischen
Heere, die bekanntlich in Lügde lagerten und im Süntel zwei,
bei Rinteln eine Schlacht gegen 'unsere' sächsischen Krieger
verloren, waren Zeitgenossen der Benediktinermönche in Hameln.
Die älteste bekannte
urkundliche Erwähnung Hamelns stammt aus dem Jahre 1176.
'Kommunalpolitisch' war diese Zeit geprägt durch die Rivalität
zwischen dem dominierenden Stift und dem Ort.
Mit
Beginn der Welfenherrschaft in Hameln im Jahre 1260 bekam der weltliche
Teil des Ortes Aufwind. Schon 1277 verschafften die geschäftstüchtigen
Welfen dem Ort Hameln die städtischen Privilegien. Die Emanzipation
der Stadt vom bisher dominierenden Stift lohnte sich: Hameln wurde blühender
Handelsplatz. Nahezu 150 Jahre, von 1426 bis 1572 war Hameln Mitglied
der Hanse und damit der mittelalterlichen 'Europäischen
Gemeinschaft'.
Schwere Rückschläge
in der Entwicklung von Handel und Wandel in Hameln waren damals wie
heute nicht nur hausgemacht. Die Pestepedemien in der Mitte des 16.
Jahrhunderts rafften Bürger in allen sozialen Schichten dahin.
Während des dreißigjährigen
Krieges (1608 bis 1648) bedienten sich zunächst protestantische dänische
Heerscharen und später Tillys Kaiserliche heuschreckengleich am
Wohlstand der Stadt und ihres Umlandes. Die ungeheuren Verluste an
Menschen und Gütern, die die Soldateska Hameln beibrachte führte
zum völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch.
Im
Rahmen des Wiederaufbaus wurden die Verteidigungsanlagen der Stadt so
solide ausgebaut, daß sie bald den Beinamen 'Gibraltar des
Nordens' bekam. Die Festung Hameln verglich man mit der in Glatz und in
Luxemburg.
Im Laufe der
Jahrhunderte kehrte sich der Vorteil der guten Befestigung zu einer
Behinderung der wirtschaftlichen Entwicklung Hamelns: Die Sternschanzen
bildeten eine ebenso wirksame Konjunkturbremse wie die regide
Gildeordnung.
Napoleon Bonaparte,
der Eroberer Europas, ließ die Festung schleifen und führte
die Gewerbefreiheit ein. Von der doppelten Fessel befreit brachten die
Hamelenser ihre Wirtschaft wieder auf Vordermann.
Im
Zuge der Industrialisierung kamen sehr bald zum traditionellen Mühlengewerbe
(das Stadtwappen zeigt den Mühlenstein) andere Industrien wie die
Textilindustrie und der Maschinenbau hinzu.
Nach
dem zweiten Weltkrieg wurde Hameln zum 'Panzerschrank' tausender, fleißiger
und sparsamer Häuslebauer. Das Beamtenheimstättenwerk (BHW)
hat seine Zentrale in der Weserberglandmetropole.
Die
mittelalterlichen Gassen Hamelns mit ihren sorgfältig restaurierten
Fachwerkhäusern sind die ideale Kulisse für Ihren
Altstadtbummel. |