Max & Moritz

Inhalt

Siebter Streich

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Max und Moritz, wehe euch! Jetzt kommt euer letzter Streich! Wozu müssen auch die beiden Löcher in die Säcke schneiden?

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Seht, da trägt der Bauer Mäcke einen seiner Maltersäcke.

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Aber kaum, daß er von hinnen, fängt das Korn schon an zu rinnen.

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Und verwundert steht und spricht er: "Zapperment! Dat Ding wird lichter!"

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Set! Da sieht er voller Freude Max und Moritz im Getreide.

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Raps! - in seinen großen Sack schaufelt er das Lumpenpack.

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Max und Moritz wird es schwüle, denn nun geht es nach der Mühle.

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"Meister Müller, he, heran! Mahl er das, so schnell er kann!"

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"Her damit!" Und in den Trichter schüttelt er die Bösewichter.

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Rickeracke! Rickeracke!- Geht die Mühle mit Geknacke.

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Hier kann man sie noch erblicken fein geschroten und in Stücken.

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Doch sogleich verzehret sie

 

Meister Müllers Federvieh  Image 

 

Schluß

Als man dies im Dorf erfuhr, war von Trauer keine Spur. Witwe Bolte, mild und weich, sprach: "Sieh da, ich dacht es gleich!" "Ja, ja, ja!" rief Meister Böck, "Bosheit ist kein Lebenszweck!" Drauf, so sprach Herr Lehrer Lämpel: "Dies ist wieder ein Exempel!" "Freilich!" meint der Zuckerbäcker, "Warum ist der Mensch so lecker!" Selbst der gute Onkel Fritze sprach: "Das kommt von dumme Witze!" Doch der brave Bauersmann dachte: "Wat geiht meck dat an?!" Kurz im ganzen Ort herum ging ein freudiges Gebrumm: "Gott sei Dank! Nun ist' vorbei mit der Übeltäterei !!"

Text und Grafiken: Wilhem Busch

Literaturempfehlung:

Max und Moritz - Eine Bubengeschichte in sieben Streichen: Jubiläumsausgabe

 „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich …“ Als „Max und Moritz“ im Jahre 1865 veröffentlicht wurde, erahnte noch keiner die Erfolgsgeschichte des Bilderbuchs. Heute gehören die sieben Streiche der bösen Buben zu den Meisterwerken von Wilhelm Busch. Wer erinnert sich nicht an die haarsträubenden Geschichten, wie z.B. diejenige vom armen Onkel Fritz, der mit Maikäfern geplagt wird. Anlässlich des 150. Geburtstages von Max und Moritz erscheint der Kinderbuch-Klassiker mit neuer Innengestaltung und größeren Bildern.

 

Das große farbige Wilhelm Busch Album

Auch der Weisheit Lehren muss man mit Vergnügen hören... Unter diesem Motto könnte das umfangreiche Werk Wilhelm Buschs stehen, mit dem er zu einem der beliebtesten Humoristen Deutschlands wurde. Wer kennt sie nicht: die leider gar nicht so fromme Helene, die bösen Buben Max und Moritz, den likörliebenden Raben Hans Huckebein und all die anderen unsterblichen Figuren aus der spitzen Feder des begnadeten Zeichners und Verseschmieds. Alle diese Bildergeschichten um spießbürgerliche Eitelkeiten und die menschlichen Schwächen sind in dieser durchgehend farbigen Ausgabe versammelt und laden ein zum Betrachten und zur vergnüglichen Lektüre.