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Weiter geht's nach Bevern, wo das gleichnamige Schloß als besonders sehenswert einzustufen ist. Es wurde 1603-12 vom Hamelner Baumeister Hundertossen fü Statius von Münchhausen als imposante Vierflügelanlage im Weserrenaissancestil erbaut und ist eine der ersten echten Schloßanlagen Deutschlands.

Auf dem weiteren Weg, der über Arholzen, Deensen und linker Hand am Höhenzug Vogler vorbei führt, passiert man das Kloster Amelungsborn, welches im 12. Jahrhundert von Zisterziensern gegründet wurde, kommt man schließlich nach Stadtoldendorf. Die Stadt unter der Homburg mit über 700jähriger Geschichte bietet einige sehenswerte Fachwerkhäuser; das Wahrzeichen ist der Försterbergturm.

Über Lüthorst und Erichsburg, Markoldendorf und Holtensen gelangt man in die "Bierstadt" Einbeck. Das Wahrzeichen der Stadt, das dreitürmige Rathaus aus dem 13. Jahrhundert (umgebaut 1549-1566, mit den Türmen vollendet 1606), der Eulenspiegelbrunnen und das vor dem Rathaus liegende Brodhaus ergänzen sich als bauliches Ensemble. Die Stadt hat viele prächtige und hervorragend gepflegte Fachwerkhäuser, die auf den früheren Reichtum durch das Braugewerbe hinweisen. Mitte des 14. Jahrhunderts begann hier der Bierhandel; das Bockbier, erstmals in Einbeck gebraut, begann hier seinen Siegeszug. Von Einbeck führt der Weg nach Kreiensen.

Im weiteren Verlauf führt der Radfernweg in die Roswitha-Stadt Bad Gandersheim. Ein markantes Beispiel der Romanik im Weserbergland ist der 881 geweihte doppeltürmige Dom. Bad Gandersheim ist staatlich anerkanntes Soleheilbad mit modernen Kuranlagen. Das in der Nähe befindliche Kloster Brunshausen wird als Geburtsstätte der Stadt vor 1200 Jahren angesehen. Von Bad Gandersheim aus erreicht man über Langelsheim, Heber, Bilderlahe, Bornhausen und Steimkerberg die Innerste Talsperre. Macht man von Bilderlahe nach Seesen einen Abstecher, gewinnt man den typischen Eindruck einer vom Holzfachwerk dominierten Stadt. Im Heimatmuseum wird dem Begründer des weltbekannten Steinway-Flügels, Heinrich Engelhard Steinweg, das Andenken bewahrt. Hier befindet sich auch die Heimat der Konservendose.
Jeweils im September wird mit dem historischen "Sehusa-Fest" an die reiche Tradition von Seesen erinnert. Ein weiterer Abstecher nach Lauenthal führt zum Bergwerksmuseum, sowie zu der Einfahrt in den alten Stollen des ehemaligen Silberbergwerkes. Der Grubenzug "feuriger Elias" bringt den Besucher
266 m unter Tage.