Euroroute R1

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Über Eckertal (an der früheren deutsch-deutschen Grenze) erreicht man den Kreis Wernigerode. Die gesamte Strecke ist in regelmäßigen Abständen mit Übersichtstafeln und Rastplätzen für den R1 bestückt. Weiter führt der Radfernweg in eines der romantischsten Harztäler: das Ilsetal. Ausflugsmöglichkeiten bis zum Brocken werden die Herzen der Radwanderer höher schlagen lassen.

Die Aushängeschilder von Wernigerode sind das Rathaus und das Schloß. Beide zu besichtigen sollte zum Pflichtprogramm gehören. Von der Schloßanhöhe kann man einen weiten Blick in die bewaldete Landschaft genießen. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Lustgarten und verführt zu einer erholsamen Ruhepause.
Der Ort Wernigerode ist auch Ausgangspunkt der Harzquerbahn, die von Liebhabern umschwärmte Schmalspurbahn. Wer auf dem Radfernweg die Harzer Schmalspurbahnen für Ausflüge nutzen möchte, für den besteht die Möglichkeit, Fahrräder auf den Strecken transportieren zu lassen. Die Bahntrasse führt in steilen Anstiegen und Abfahrten über Drei Annen Hohne (hier Abzweigung nach Schierke und hoch zum Brocken), Benneckenstein, Eisfelder Talmühle (hier Anschluß nach Gernrode und Harzgerode) nach Nordhausen.

Von hier aus kann man einen Abstecher zum Schaubergwerk "Büchenberg" und weiter nach Rübeland zu den Tropfsteinhöhlen unternehmen. Der gut ausgebaute Weg führt weiter in Richtung Blankenburg zum Kloster Michaelstein.

Blankenburg, erstmals 1123 erwähnt, frühere Nebenresidenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel, ist noch immer mit dem Flair der Vergangenheit behaftet. Das große und das kleine Schloß sind neben dem Renaissance-Rathaus Wahrzeichen der Stadt. Das große Schloß wurde für Herzog Rudolf Ludwig von Braunschweig - Wolfenbüttel erbaut. Das kleine Schloß wurde 1725 als Sommerschloß errichtet und dient heute als Museum. Der Terrassengarten im französischen Barockstil und dem Braunschweiger Löwen ist ein Spaziergang wert.

Ein "Muß" ist der Besuch der einzigartigen historischen Gesellenherberge, die als Herbergsmuseum mit traditionellem Gastraum ausgebaut ist. Über die B6/B81 erreicht man den restlichen Teil der Grafenburg des Regensteins. Viele Felsenräume waren ursprünglich überbaut und dienten häufig als Keller- und Vorratsräume. Es wird dort eine germanische Kultstätte vermutet.

Die Wilhelm-Raabe-Warte und der Ziegenkopf bieten eine hervorragende Aussicht auf Blankenburg sowie die etwas südlicher beginnende "Teufelsmauer", welche als geologische Sehenswürdigkeit angesehen wird.