Sagen & Legenden

Der Baxmann

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Vor vielen Jahren

lebte in Oldendorf der Ratskellerwirt und Stadtmusikant Baxmann. Er war ein Mensch, dem jeder gern aus dem Wege ging. Die Leute erzählten sich, daß er mit dem Bösen einen Bund geschlossen habe. Durch Kornschmuggel und Betrügereien war er reich geworden. Es soll sogar vorgekommen sein, daß er Wanderer, die bei ihm einkehrten, nachts beraubte und tötete. So vermehrte sich sein Reichtum, bis er eines Tages krank wurde und starb. Als das Trauergefolge, das ihm das letzte Geleit gegeben hatte, in die Stadt zurückkehrte, sahen die Leute mit Entsetzen, daß Baxmann am Fenster seines Hauses stand. Er mußte zum zweiten Mal begraben werden. Aber, o Schrecken, als die Leute den Friedhof verließen, ging der eben Beerdigte mit ihnen nach Hause. Er blieb in dem Hause und trieb nachts darin sein Unwesen. Wenn er auch den Bewohnern des Hauses nichts Böses zufügte, so war er ihnen und den Nachbarn unheimlich. Die Oldendorfer wandten sich deshalb an das Paderborner Kloster und baten um Hilfe. Das Kloster schickte zwei Mönche, die Baxmann aus Oldendorf verbannen sollten. Er wurde auf einen Wagen gebannt, der von vier schwarzen Pferden gezogen wurde. So ging er aus dem Ostertor hin-aus über Barksen zum Wald. je näher sie dem Wald kamen, desto schwerer kamen die Pferde vorwärts. Ihnen brach der Schweiß aus allen Poren, daß sie schließlich wie Schimmel aussahen. Unbedacht hatte sich der Knecht einmal umgesehen, da war der Bann gebro-chen. Baxmann eilte wieder nach Oldendorf zurück.

Baron von Münchhausen

BodenwerderImage 

Ich will Ihnen, meine Herren, mit Geschwätz von der Verfassung, den Künsten, Wissenschaften und anderen Merkwürdigkeiten jener Gegenden keine Langeweile machen, viel weniger Sie mit denen Intrigen und Abenteuern der Gesellschaften unterhalten ...

Im Türkenkriege

Einem Manne, meine Herren, der einen Gaul, wie mein Litauer war, zu reiten vermochte, können Sie wohl noch andre Voltigier- und Reiterstückchen zutrauen, wenn Sie auch vielleicht ein wenig fabelhaft klingen möchten. Wir belagerten nämlich eine türkische Festung, und dem Feldmarschall war ganz erstaunlich viel an genauer Kundschaft gelegen, wie die Sachen in der Festung stünden. Doch war eben kein tüchtiges Subjekt vorhanden, durch das man sowas auszurichten hätte hoffen können.

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